• Für was brauchst du Raum?

    Raum zum Schreiben Einen Raum, in dem ich schreiben kann. Einen Raum, in dem ich bleiben kann. Einen Raum, in dem ich mich wohlfühle. Einen Raum, mit Licht und Wärme. Einen Raum mit Zettel, Stift, Schreibmaschine. Einen Raum mit Stromanschluss. Einen Raum mit Zugang ins Abenteuerland, Nimmerland und Narnia. Einen Raum, der genug Feenstaub enthält. Einen Raum in meinem Kalender, der immer gleich bleibt. Einen Raum mit ein Paar Minuten, der Kontinuität verspricht. Einen Raum für mich, wo niemand anderes mich braucht. Einen Raum zwischen Tätigkeiten, ohne selbst zur Tätigkeit zu werden. Einen Raum als Verpflichtung, ohne Starr und immobil zu sein. Einen Raum mit einem versprechen, an mein Zukünftiges…

  • Vorwärtsgehen

    Vorwärtsgehen. Einen Schritt nach dem anderen. Auch wenn man nicht weiß, wohin und nicht versteht, wie die Regeln des Chaos dich mit dieser Abfolge von Aktivitäten auch nur irgendwohin bringen sollen. Den Schritt machen, auch wenn er sich bleiern und langweilig anfühlt, man sich eigentlich nur hinlegen möchte. Einfach einen Schritt machen, den nächsten hinterhersetzen und plötzlich ist man im Fluss. Plötzlich bewegt man sich vorwärts. Nach ewigem Sich-nicht-Fortbewegen, weil man gegen die eigene Strömung geschwommen ist, kommt man vorwärts. Man bewegt sich auf einmal mit der eigenen Strömung. Der Energie, dem Atem, dem Rhythmus, man bewegt sich im Fluss. Eigentlich scheint es in solchen sich-vorwärts-bewegenden Momenten so einfach. Es…

  • Auszeit.

    Der Moment zwischen den Atemzügen. Die Ruhe, die du in dein Herz lässt, nachdem du einen steilen Berg erklommen hast. Der Augenblick, in dem du angekommen bist und der nächste Weg noch nicht begonnen hat. Die Zeit zwischen den Aktivitäten. Der Moment, indem man die Verantwortungen für einen Augenblick schleifen lassen darf. Das Chaturanga nach der ansträngenden Yogapose. Wenn man den Körper entspannt, zwischen den Foto-Schüssen. Ich sitze auf dem Balkon meines Hotels und habe einen Blick aufs Meer. Ich erlebe eine waschechte Auszeit. Eine längere, als die oben aufgezählten Momente. Und eine schöne, nach der wir uns oft im Alltag sehnen. Doch ich glaube, im Endeffekt sind die Auszeiten…

  • Arbeitszeit

    Was ist Arbeitszeit für dich? Was musst du tun, um ganz und gar in deiner Arbeit aufzugehen? Wie genau stellt man es an und kommt in seine Kraft, wenn man eigentlich nur gerne schlafen geht? Wann fühlst du dich am energetischen? Ich brauche Ausgeglichenheit. Ich muss immer mal wieder rausgehen, einfach nur, um wirklich Energie zu bekommen. Wenn ich immerzu zu Hause arbeite, dann verbringe ich oft mehr Zeit damit, mit mir zu streiten, ob ich arbeiten soll, als mit dem Arbeiten selbst. Aber wenn ich raus gehe. Wenn ich in einem Kaffee, an der Uni oder auch im Büro bin, dann arbeite ich automatisch. Weil ich ja sonst nichts…

  • Emotionen- Aggression

    Die Atmung wird schneller und du merkst ein Beben in dir. In deinem Kopf entsteht ein Nebel, durch den die Welt wie in Watte gepackt erscheint und die eigenen Reaktionen wie von außen betrachtet anmuten lässt. Du kannst nicht anders. Du weißt, dass du dich unmöglich verhältst. Du weißt, dass du böse schaust. Du weißt, dass die andere Person nichts dafür kann, aber je mehr du das Gefühl zurückhältst, desto stärker wird es. Desto mehr Nebel kommt in den eigenen Geist. Desto mehr Ungesagtes bleibt im Hals stecken und sammelt sich zu einem großen Pfropfen, der Kommunikation unmöglich macht. Atmen hilft nur mehr bedingt und eigentlich willst du auch einfach…

  • Der Geruch von Weihnachten

    Der süß-würzige Geruch von Weihnachtsgewürzen, der einem in die Nase steigt, wenn man sich eine warme Tasse Kakao macht, oder morgens seinen Haferbrei aufpeppt. Wenn die Küche nach Keksen riecht oder man die Keksdose aufmacht. Wenn man über den Weihnachtsmarkt geht, und (auch wenn man im Vorbeigehen einfach den ganzen Touris möglichst schnell entfliehen möchte) der Duft von Punsch und Glühwein sich mit ihm mischt. Dich sanft verführt und sich der Gedanke einschleicht: Vielleicht muss ich mir doch mal Zeit nehmen. Heiße Orangen, die im Ofen oder im Punsch aufgewärmt ihre sonnigen Grüße mit den Weihnachtsgewürzen mischen und die Sinne auf eine sanfte Reise schicken. Eingehüllt in warme Decken mit…

  • rot-orange blauer Himmel hinter Bergen

    Cotton-Candy Moment

    Manchmal spiele ich gerne mit Sprache. Manche Momente sind etwas verspielt. Sie erzählen eine Geschichte aber, wenn man sie in den größeren Kontext stellt, sind sie ein bisschen bedeutungslos. Trotzdem sind sie für uns selbst, die wir die Geschichte erleben oft unheimlich bedeutsam. Vielleicht sind solche Momente ein bisschen wie Pinselstriche. Jeder ist wertvoll auf dem Weg zum ganzen Bild, aber in der Perspektive des ganzen Bildes erscheinen sie vielleicht bedeutungslos. Der Himmel wie ein Cotton Candyrosarot, rot-orange und blauwirbelnd wie der umgerührte Schaum im CappuccinoEspresso Ablagerungen auf der Zungeschwarz und kräftig, wie die Musik,die sich über den hell pastellblauen Rückstand auf meinem Gehirn legt. Die Erinnerungen an denwarmen Sommerregen…

  • Rückzug

    Kennst du das, wenn du zurückblickst und merkst, dass du das Leben irgendwo auf dem Weg verloren hast. Es verloren um es hinterher wieder zu finden?  Ich habe irgendwann angefangen zu laufen. Zu rennen und bin nicht mehr stehen geblieben. Ich bin gerannt um nicht zu langsam zu sein für das Leben. Nichts zu verpassen im Leben und so viel wie möglich zu erreichen. So viele gefühlte Erwartungen zu erfüllen wie möglich. Ich habe dadurch viel erlebt doch wenig erfahren. Ich sah viele Möglichkeiten doch erlebte keinen Zustand. Die Bewegung wurde zu einem Dauersprint.  Wie es nun mal so ist, muss man irgendwann mal wieder aufhören zu laufen. Aufhören durch…

  • Kleine Welt

    Ich lebe in einer kleinen Welt, sie ist erfüllt von Dunkelheit. Morgens steh ich auf und nur ein kleiner Lichtstrahl ist am Himmel zu sehen. Mittags kann ich Schemen erkennen und Nachmittags wird es langsam wieder dunkel. Den Tag verbringe ich damit in die Dunkelheit zu starren und aus den Schemen Dinge zu erkennen und diese versuchen zu benennen. Ich versuche zu hören was rund um mich passiert. Aber es gibt nur andere wie mich, die versuchen etwas in der Dunkelheit zu erkennen.  Abends gehe ich auf allen Vieren und ertaste mir mein Schlafbett zurück. Und Nachts starr ich in den Himmel um der Schwärze beim funkeln zuzusehen.  Doch eines…

  • Ein paar Gedanken

    Kennst du das, wenn du merkst, dass du dir selbst mal gehörig in den Allerwertesten treten musst? Ich hatte das letztens. Ich bin mir selbst einfach nur mehr auf den Geist gegangen, da ich in jeder Situation zu allem und jedem etwas auszusetzen hatte.  Ich habe mich nur mehr beschwert. Größtenteils nur in Gedanken, weil ich ja insgeheim doch wusste, dass das alles nur Blödsinn ist. Aber gerade deshalb war dann irgendwann meine Geduld mit mir selbst am Ende. Ich habe mich Gedanklich ausgebremst und mir einen Abend Zeit genommen um Herauszufinden was den wirklich mein Problem ist.  Denn es ist doch so, wenn alles, was du im Außen siehst, ist…