Für was brauchst du Raum?

Raum zum Schreiben

Einen Raum, in dem ich schreiben kann.
Einen Raum, in dem ich bleiben kann.
Einen Raum, in dem ich mich wohlfühle.
Einen Raum, mit Licht und Wärme.
Einen Raum mit Zettel, Stift, Schreibmaschine.
Einen Raum mit Stromanschluss.
Einen Raum mit Zugang ins Abenteuerland, Nimmerland und Narnia.
Einen Raum, der genug Feenstaub enthält.

Einen Raum in meinem Kalender, der immer gleich bleibt.
Einen Raum mit ein Paar Minuten, der Kontinuität verspricht.
Einen Raum für mich, wo niemand anderes mich braucht.
Einen Raum zwischen Tätigkeiten, ohne selbst zur Tätigkeit zu werden.
Einen Raum als Verpflichtung, ohne Starr und immobil zu sein.
Einen Raum mit einem versprechen, an mein Zukünftiges ich.
Einen Raum für meine Träume und Fantasien.
Einen Raum für Disputation und Diskussion mit mir selbst und den Leser:innen.
Einen Raum für mich und mein schreiben.

Der heutige Text ist eine unvollständige Liste von Dingen, die ich meine, wenn ich sage, ich muss mir selbst Raum geben zum Schreiben. Ich meine dabei einerseits den physischen Raum, der gewisse Dinge aufweisen muss, um dafür in Frage zu kommen. Aber auch den zeitlichen Raum. Den Raum, den ich brauche, damit ich auch wirklich schreiben kann. Was bringt mir ein schönes Schreibzimmer, wenn ich den ganzen Tag von A nach B hetze und dann ins Bett falle, ohne auch nur einen Satz zu Papier zu bringen?
Zum Schreiben brauche ich aber sicherlich mehr als nur einen Raum oder?

Für was brauchst du Raum?

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