
Wer kennt sie nicht? Sie begleiten uns alle. Und behindern uns oft darin, unseren Weg zu gehen. Sie behindern uns zu uns zu stehen. Und zu leuchten, um diese Welt ein bisschen heller zu machen.
Kann ich das? Bin ich dafür überhaupt gut genug? Darf ich denn einfach so, glücklich sein? Ohne mich in irgendeiner Weise dafür anstrengen zu müssen? Darf ich eine Pause machen?
Die letzte Frage habe ich mir im letzten Jahr viel zu oft mit nein beantwortet. Das Ergebnis war nicht so toll, das kann ich euch sagen. Aber ich habe daraus auch was gelernt.
Und zwar, dass man sich selbst was wert sein darf! Zweifel sind gut und halten uns am Boden, aber wie mit der Angst, darf ich nicht ständig auf diese Stimme reagieren! Ich darf mich lieben, auch wenn ich nicht perfekt bin! Punkt!
Und daran wir auch niemand was ändern! Klar finde ich auch, dass ich noch einiges lernen muss. Aber das bedeutet nicht, dass ich es nicht leicht haben darf, dass ich nicht glücklich sein darf oder dass ich nicht perfekt bin!
Denn genau das ist doch das schöne im Leben! Dass wir alle unsere Fehler haben, dass wir nicht perfekt sind. Ich, du und ja, sogar dein großes Vorbild. Nein? Dann schau genauer hin! Keiner ist perfekt. Und das macht das Leben erst so richtig perfekt.
Zweifel überwinden
Um meine eigenen Zweifel zu überwinden, hat es mir extrem geholfen, einfach nur darüber zu sprechen. Mit jemanden dem ich voll und ganz vertraue. Und es hat sich herausgestellt, dass ich einen ganz anderen, viel strengeren Blick auf die Dinge habe als die anderen Personen. Und dass ich viel zu streng mit mir bin.
Was du vielleicht auch probieren kannst, ist die Zweifel aufzuschreiben und mal erörtern woher diese eigentlich kommen. Auch das mache ich oft, und ich habe schon die erstaunlichsten Ursprünge meiner Zweifel entdeckt. Oft sind es Sätze die jemand mal zu uns gesagt hat, etwas was wir oft erlebt haben oder Situationen die wir auf eine gewisse Art verstanden haben.
Wenn du den Ursprung gefunden hast, versuche jetzt einen ganz sachlichen einfachen Blickwinkel zu finden. Ist es wirklich so? Oder habe ich einfach mehr in etwas hineininterpretiert als eigentlich gemeint war? Ist mir die Meinung dieser Person eigentlich wichtig.
Eingestehen
Der glaub ich wichtigste Schritt, den wir gehen müssen, ist dass wir uns selbst eingestehen, dass wir Selbstzweifel haben. Und dass diese nicht zwingend war sein müssen.
Oft tut es weh, denn immerhin laufen wir schon einige Zeit damit durch unser Leben, und wenn wir wirklich hinschauen sehen wir oft, wie viel wir dadurch schon angerichtet haben.
Und doch ist es essenziel. Denn nur wenn wir hinschauen und uns dafür öffnen können wir die Zweifel loslassen. Und wir können uns eine neue Wirklichkeit erschaffen.
Und dann können wir auch (wenn wir dann immer noch wollen) liebevoll an uns arbeiten. Weil wir ja wissen, dass es auch so okay ist. Aber das Leben eine konstante Entwicklung ist.
Loslassen

Nun zum wahrscheinlich wichtigsten Schritt. Loslassen. Wie lasse ich diese nun Zweifel, die sich so sehr in mein Hirn eingearbeitet haben wirklich los? Eines vorweg. Das geht nicht von heute auf morgen. Sondern dass braucht Zeit. Viel Zeit! Vielleicht eine Woche, ein Jahr oder auch mehrere Jahre.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die ich im Laufe der letzten Jahre alle selbst kennengelernt habe und je nach Situation eingesetzt habe. Probiere sie aus und finde die Methode, die zu dir passt.
1) Meditation: Der Wahrscheinlich einfachste Weg ist, jeden Tag eine Meditation zu diesem Thema zu machen. Schließe die Augen, und gehe zu einer Situation in der du die Zweifel ganz stark spürst, und dann verändere sie so, dass sie nicht mehr von Zweifeln geprägt ist.
2) Affirmationen: Zweifel entstehen ja, weil wir uns etwas immer wieder sagen, bis wir selbst davon überzeugt sind. Wenn du nun anfängst, der Stimme, die dir das immer wieder sagt zu zuhören, dann kannst du immer wenn sie da ist, eine Affirmation sagen, die das Gegenteil beinhaltet.
3) Schreiben: Tagebuch zu führen, ist wahrscheinlich für mich der wichtigste Teil in diesem Spiel. Dadurch kann ich alle Gedanken einfach raus lassen und verarbeiten. Vielleicht kannst du aber mit diesem Konzept auch nichts anfangen, vielleicht hilft es dir, zu zeichnen oder zu musizieren. Finde eine Ausdrucksform die dich befreit.
4) Bewegung: Wenn du dich Bewegst, dann bist du nur bei dir. Die Zeit nimmt dir niemand und kann dir auch niemand nehmen. Du kommst weiter, verbesserst dich und siehst dadurch, wozu du fähig bist. Das stärkt das Selbstbewusstsein. Außerdem wirst du ruhiger und ausgeglichener, denn dein Körper ist ausgelastet. Das alles hilft dir deine Selbstzweifel loszulassen.
Leben
Diese Tipps sind sicherlich nicht nur für Selbstzweifel gut, baue sie in dein Leben ein, spiel mit ihnen und passe sie deinen Lebensumständen an, und wenn dir etwas nicht hilft, werfe es wieder heraus. Und finde etwas, was zu dir passt. Aber egal was du tust, lass endlich diese Zweifel gehen!
Denn die bringen dir genau gar nichts! Sie halten dich davon zurück voll und ganz zu leben und behindern dich in deinem sein! Lass sie los! denn du bist es wert! Du kannst alles machen! Und du darfst glücklich sein!
Freiheit in deinen Gefühlen wünscht dir deine LIISS <3


