Kleine Welt

Ich lebe in einer kleinen Welt, sie ist erfüllt von Dunkelheit. Morgens steh ich auf und nur ein kleiner Lichtstrahl ist am Himmel zu sehen. Mittags kann ich Schemen erkennen und Nachmittags wird es langsam wieder dunkel. Den Tag verbringe ich damit in die Dunkelheit zu starren und aus den Schemen Dinge zu erkennen und diese versuchen zu benennen. Ich versuche zu hören was rund um mich passiert. Aber es gibt nur andere wie mich, die versuchen etwas in der Dunkelheit zu erkennen. 

Abends gehe ich auf allen Vieren und ertaste mir mein Schlafbett zurück. Und Nachts starr ich in den Himmel um der Schwärze beim funkeln zuzusehen. 

Doch eines Tages- ich stand auf wie immer- kam ein Blitz. Er schlug nicht weit von mir in den Boden ein und lies meine kleine Welt aufleuchten. Ich sah für einen kurzen Moment Farben und Formen und sah, wie andere um mich herum sich die Augen rieben von dem hellen Licht. 

Es dauerte nicht mal den Bruchteil einer Sekunde aber dieser Blitz ließ mich, das erste mal in meinem Leben aufstehen. Ich spürte wie meine Gelenke sich dehnten unter der ungewohnten Bewegung. 

Ich wartet, und hoffte, dass nochmal einer dieser Lichtmoment kam. Ich wartete den ganzen Tag und selbst in der Nacht wartete ich. Die ganze nächste Woche stand ich jeden Tag mit Vorfreude auf. In der Hoffnung, dass ich nochmal all die Farben und Formen sehen durfte. Aber es kam nichts.

Am dritten Tag hörte ich irgendwo neben mir einen Aufschrei. Ein Schrei voller Schmerz. Dieser zerriss nahezu mein Herz. Mir wurde klar. Es würde keinen Lichtmoment mehr geben. Es war ein Ausläufer ein verirrter Geselle. Und mit wurde klar. dass. wenn ich weiterhin warten würde, irgendwann auch mein Schrei schmerzverzerrt über meine kleine Welt schießen würde. 

Also setzte ich mich und dachte nach. Ich dachte lange nach. Weil mir hatte das Gefühl von Hoffnung so sehr gefallen. Wie konnte ich es zurückbekommen ohne die logische Erkenntnis nicht wegargumentieren zu müssen?

Die Antwort kam am nächsten morgen. Ein kleiner Lichtstrahl schien leise auf meine kleine Welt. Er tauchte sie in Sanftheit und Mittags konnte ich sogar erkennen, was ich aß. Nachmittags stand ich auf. Und tastete mich langsam vorwärts und ging so vor mich hin, bis abends der Schwarze Himmel zu funkeln anfing. 

Dies tat ich jeden Tag, Und jeden Tag konnte ich etwas mehr lächeln. Und genoss jede Sekunde meiner kleinen Welt. 

Ich wurde glücklich und als das nächste mal ein Blitz einschlug, so war es wie eine kleine Reise die unfassbar schön war. Aber ich verlor nicht mehr mein Licht, als der Blitz weg war. 

-Ich hoffe dir gefällt meine kleine Geschichte!- 

Ich wünsche dir einen schönen Tag

deine LIISS <3

 

 

 

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