Schuhe, schwarz wie Leder, zwei verspielte Bommel schwingen da herum. Ein Mann neben mir leerer Blick, so wie ich mich fühle. Einfach noch zerknickt vom Schlaf. Der Traum noch in den Wimpern klebend. Kaffee auf der Zunge, er schmeckt bitter, aber ist kräftetankend.
Bequeme Hose-Gott sei Dank.
Ein Tag beginnt. Was nun? Ich setze einen Fuß vor den anderen und meistere ihn Schritt für Schritt.
Aber warum sind die Augenlider um diese Uhrzeit so schwer? Wenn ich später weitergehe, in den Tag hinein werden sie leichter. Warum?
Der Mann neben mir hat jetzt die Augen zu, ist wahrscheinlich auch müde. Soll ich auch die Augen zumachen?
Schräg gegenüber schaut mich eine Frau an. Brille und schwarz-weiß geblumte Hose, schwarze Bluse und Jeans-Jacke, weißes Haar, Kopfhörer, Handy und Handtasche. Hat sie ihr Outfit am Tag zuvor hergerichtet? Ihre Augenlider sehen nicht so schwer aus. Vielleicht hat sie also aber auch einfach keine Morgenmüdigkeit. Vielleicht kann sie morgens Outfits zusammenstellen.
Der Zug fährt in den Bahnhof ein und sich steige aus. Zeit, den Tag zu starten. Die Lider werden leichter und der bittere Geschmack auf der Zunge verfliegt. Der Tag hat begonnen.


